[ Ein Rückblick auf die CMxC 2025 – und ein Ausblick auf die Mobilitätswende von morgen ]

Mobilität mit Impact: Wie die Telekom nachhaltige Unternehmensmobilität zum Geschäftsmodell macht

„Mobilität ist kein Selbstzweck, sondern Ausdruck persönlicher Freiheit – und genau deshalb müssen wir sie neu denken.“ Mit diesem eindringlichen Appell eröffnete Olga Nevska, Geschäftsführerin von Telekom MobilitySolutions, ihre Keynote auf der Corporate Mobility Conference 2025 (CMxC) in München. Ihr Vortrag war kein reiner Best-Practice-Vortrag, sondern eine Vision – und ein Weckruf an alle, die Unternehmensmobilität strategisch und nachhaltig denken wollen.

Vom CO₂-Ziel zur unternehmerischen Plattformstrategie

Die Deutsche Telekom hat sich nicht nur ambitionierte CO₂-Ziele gesetzt – sie setzt sie auch um.  Bereits seit 2019 wird die Elektrifizierung der Flotte systematisch vorangetrieben. Seit 2023 sind alle „User-Chooser“-Fahrzeuge rein elektrisch, ohne Ausnahme. Über 6.000 E-Autos sind bereits im Einsatz, die Serviceflotte mit 14.000 Fahrzeugen soll bis 2030 folgen

„Die Betriebskosten sind 30 % günstiger – der Business Case stimmt“, erklärt Olga Nevska. Entscheidend sei jedoch der ganzheitliche Ansatz: Ladeinfrastruktur am Standort  und zu Hause, intelligente Abrechnung und digitale Steuerung schaffen die Voraussetzungen für echten Impact.

goodride: Von der Mobilitäts-App zur Plattformlösung

Doch Telekom MobilitySolutions denkt weiter: Mobilität ist Teil der Unternehmenskultur – nicht nur eine Frage von Dienstfahrzeugen. Neben Gehaltsumwandlungsmodellen, Mobilitätsbudgets  und eigenen Shuttles steht eine Entwicklung besonders im Fokus: die digitale Mobilitätsplattform goodride.

„Unsere App ist mehr als ein Ticketverkauf. Sie ist ein Begleiter durch alle Lebenswelten – Arbeit, Freizeit, Familie.“

goodride ist der zentrale Zugang zu intermodaler Mobilität – vom E-Auto über den Scooter bis zur Bahn. API-fähig, mobil nutzbar und ohne Medienbrüche. Die Plattform soll künftig auch außerhalb der Telekom zum Einsatz kommen – aus interner Transformation wird ein externes Geschäftsmodell

Nachhaltigkeit trifft Wirtschaftlichkeit

Olga Nevska macht deutlich: Nachhaltige Mobilität rechnet sich. Leasingrückläufer werden profitabel weiterverkauft, Bike-Leasing bringt Rückvergütungen, digitale Prozesse rund um Fahrzeugbeschaffung und Ladeabrechnung werden zur skalierbaren Dienstleistung.

Und: Für einen DAX-Konzern wie die Telekom ist CO₂-Reduktion kein optionales Ziel – sondern eine Pflicht.

„Für uns ist es kein 'ob', sondern ein 'muss'.“

Herausforderungen auf dem Weg zur Mobilitätsplattform

Klar ist: Der Weg zur Plattform ist kein Selbstläufer. Die Telekom sieht sich mit regulatorischen Hürden, Funklöchern und einem ausbaufähigen ÖPNV konfrontiert. Olga Nevska fordert hier klare politische Rahmenbedingungen – insbesondere für flexible Mobilitätsbudgets

Fazit: Unternehmensmobilität als strategischer Hebel

Die Keynote von Olga Nevska zeigte eindrucksvoll, wie Mobilität vom betrieblichen Nebenschauplatz zur zentralen Transformationsachse wird – und wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang gebracht werden können.

📅 Die nächste Corporate Mobility Conference findet am 12. Mai 2026 statt.
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