Deutschlandticket, Jobticket & Co.:
Wie der HVV mit Plattformdenken und Partnerschaften Corporate Mobility neu erfindet
„ÖPNV muss sich bewegen – nicht nur Menschen.“ Mit dieser klaren Ansage eröffnete Anna-Theresa Korbutt ihren Vortrag auf der Corporate Mobility Conference (CMxC) 2025 in München. Ihr leidenschaftliches Plädoyer: Der Öffentliche Verkehr muss sich radikal neu erfinden – digital, datenbasiert, nutzerzentriert und partnerschaftlich. Und genau das gelingt dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) – vom Papierticket zur Mobilitätsplattform.
Das Deutschlandticket: Gamechanger für betriebliche Mobilität
„Was vorher analog, regional und kompliziert war, ist heute einfach, digital und bundesweit anschlussfähig.“
Die Fakten sprechen für sich:
- 1,3 Mio. Deutschlandtickets im HVV
- 50 % der Hamburger Bevölkerung nutzt es regelmäßig
- 340.000 Jobtickets seit Einführung
Für Unternehmen ist das Ticket heute:
- vollständig digital,
- in HR-Systeme integrierbar,
- innerhalb von Minuten implementierbar.
Aber: Ein digitales Ticket allein reicht nicht. Unternehmen erwarten ganzheitliche Mobilitätslösungen – jenseits klassischer Buslinien.
Airbus-Fallstudie: Wenn ÖPNV an seine Grenzen stößt
15.000 Mitarbeitende im Schichtbetrieb – aber kaum Busanschlüsse: Der Airbus-Standort Finkenwerder ist Paradebeispiel für die Schwächen des klassischen ÖPNV. Die Lösung? Ein intelligentes Zusammenspiel aus Jobticket, Fahrgemeinschaften und Mobilitätsplattform.
goFLUX & HVV: Fahrgemeinschaften in den ÖPNV integriert
In einem bundesweit einzigartigen Pilotprojekt hat der HVV Carpooling-Plattform goFLUX in sein Abrechnungssystem integriert:
- 🚘 Private Fahrgemeinschaften werden bezuschusst
- 💡 Integration in Mobility Budgets & CO₂-Reporting
- 📱 Digitale Abbildung in der HVV-App
„Wir haben bestehende Assets genutzt – nicht neue Flotten aufgebaut.“, so Anna-Theresa Korbutt
Ergebnisse des Airbus-Projekts:
- Fahrtenbündelung aus schlecht angebundenen Regionen
- Reduzierter Parkdruck & mehr Bewerberreichweite
- Skalierbare Lösung ohne neue Infrastruktur
Drei starke Hebel für Unternehmen
- Raum schaffen:
Weniger Parkplätze, mehr Platz für Wertschöpfung. - Reichweite erhöhen:
Kombination aus ÖPNV & Fahrgemeinschaften erweitert Einzugsgebiete. - Schnelligkeit gewinnen:
Plattformlösungen wie goFLUX skalieren in Wochen – nicht in Jahren.
Fazit: Corporate Mobility braucht Plattformdenken und Mut
„Mobilität ist kein Entweder-Oder. Es ist ein UND.“ Anna-Theresa Korbutt machte auf der CMCX deutlich, was moderne Mobilitätsstrategien benötigen:
- 🚀Digitale Plattformen statt Excel-Tabellen
- 🤝Kooperation mit der Privatwirtschaft statt Abschottung
- 🔄Integration neuer Konzepte wie Carpooling in ÖPNV-Modelle
- 🧭Gestaltungswillen statt Verwaltungshaltung
„Ich wünsche mir mehr Verkehrsbetriebe mit Vertriebsbonus-Mentalität – weil wir zeigen, dass Mobilität nicht verwaltet, sondern gestaltet werden muss.“
📅 Die nächste Corporate Mobility Conference findet am 12.Mai 2026 statt.
🎟️ Wer jetzt plant, gestaltet morgen die Zukunft der Mobilität in Unternehmen.

